
Titelbild: KI-generiert
Das Wichtigste in Kürze |
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✓ Viele Menschen können sich vorstellen, bei Rechtsfragen zuerst eine KI zu fragen. Wer dort als Kanzlei für das passende Rechtsgebiet genannt wird, steht früh auf der kurzen Liste. |
✓ Das anwaltliche Berufsrecht wurde gelockert. Auch Werbung um ein einzelnes Mandat ist inzwischen zulässig, solange sie sachlich, lauter und nicht irreführend bleibt. |
✓ KI-Antworten zu Kanzleien stützen sich auf Websites, amtliche und berufsständische Verzeichnisse, Anwaltsportale und Bewertungen. Stimmige Angaben an allen Stellen machen Ihre Kanzlei eindeutig erkennbar. |
✓ Rechtsdienstleistungen dürfen in Europa grundsätzlich keine Anzeigen in ChatGPT schalten. Ob Ihre Kanzlei dort vorkommt, entscheidet sich deshalb in den Antworten selbst. |
Wer eine Kündigung bekommt, einen Unfall hatte oder ein Erbe regeln muss, sucht schnell Rat. Ein Teil dieser Suche beginnt heute mit einer Frage an ChatGPT, Perplexity oder Gemini. GEO für Rechtsanwälte sorgt dafür, dass Ihre Kanzlei in diesen Antworten vorkommt. Als Quelle für verständliche Erklärungen und als Empfehlung, wenn jemand einen Anwalt für ein bestimmtes Rechtsgebiet in seiner Nähe sucht.
Wir zeigen, was Mandanten KI-Systeme fragen, welche Quellen die Antworten prägen und was die neue Fassung von § 6 BORA für Ihre Inhalte bedeutet. Dazu kommen die wichtigsten Hebel, typische Fehler und die Art, wie wir bei RankPrompt die Umsetzung für Kanzleien übernehmen. Stand: 4. Oktober 2026.
Was fragen Mandanten KI-Systeme?
Mandanten fragen KI-Systeme zuerst nach ihrer Rechtslage und dann nach einem passenden Anwalt. Die Fragen sind lang und persönlich. Beispiele:
„Mein Arbeitgeber hat mir fristlos gekündigt. Was kann ich jetzt tun, und brauche ich einen Anwalt?“
„Fachanwalt für Familienrecht in Köln, der sich mit Unterhalt bei Selbstständigen auskennt?“
„Wie läuft eine Erbausschlagung ab, und was kostet ein Anwalt dafür?“
„Mein Vermieter verlangt eine Mieterhöhung. Muss ich zustimmen?“
„Welche Kanzlei in Bonn berät Start-ups bei der Gründung?“
Das sind Beispiele, keine Messwerte. Wie viele Menschen per KI gezielt einen Anwalt suchen, hat bisher keine repräsentative Umfrage erhoben.
Die Bereitschaft, KI bei Rechtsfragen zu nutzen, ist dagegen belegt. In einer Bitkom-Umfrage konnte sich rund ein Viertel (26 Prozent) vorstellen, bei rechtlichen Problemen Hilfe bei einer KI zu suchen, statt einen Anwalt zu fragen. 12 Prozent glaubten, KI mache Anwälte meist überflüssig (Quelle: Bitkom Research, Januar 2025, 1.004 Befragte ab 16 Jahren, befragt im Oktober und November 2024).
Für Kanzleien heißt das: Ein Teil der Mandanten dürfte mit der KI sprechen, bevor er mit Ihnen spricht. Nennt die Antwort Ihre Kanzlei, stehen Sie auf der kurzen Liste.
Welche Quellen prägen KI-Antworten zu Kanzleien?
KI-Antworten zu Kanzleien beruhen auf Websites, amtlichen und berufsständischen Verzeichnissen, Anwaltsportalen und frei zugänglichen Rechtsquellen. Die KI kombiniert diese Quellen. Je stimmiger das Bild, desto eher nennt sie eine Kanzlei.
Quelle | Betreiber | Was dort zählt |
|---|---|---|
Bundesweites Amtliches Anwaltsverzeichnis | Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK) | Zulassung, Anschrift, richtige Namen |
Anwaltauskunft | Deutscher Anwaltverein (DAV) | Profil mit Rechtsgebieten und Kontakt |
anwalt.de | anwalt.de services AG | Profil, Rechtsgebiete, Bewertungen von Mandanten |
Google-Profil | Standort, Kategorien, Bewertungen | |
Eigene Website | Ihre Kanzlei | Rechtsgebiete, Profile der Anwälte, verständliche Ratgeber |
Das amtliche Verzeichnis der BRAK umfasst alle in Deutschland zugelassenen Anwältinnen und Anwälte. Anwaltauskunft ist die Anwaltssuche des DAV. Wie oft ChatGPT oder Perplexity einzelne Portale zitieren, ist für Deutschland nicht belastbar untersucht. Wir raten deshalb, alle wichtigen Profile vollständig und einheitlich zu führen, statt auf ein Portal zu setzen.
Bei reinen Rechtsfragen konkurrieren Kanzleien mit Gesetzestexten, Gerichten und Behörden. Diese Quellen liefern den Wortlaut, aber selten eine verständliche Einordnung für Betroffene.
Für Ihre Inhalte heißt das: Ordnen Sie die Rechtslage mit Paragraf und Fundstelle sauber ein. Erklären Sie dann, was sie für Betroffene praktisch bedeutet. Diese Übersetzung in den Alltag fehlt auf Gesetzesseiten meist.
Allgemeine Studien zeigen, dass Unternehmen viele Quellen selbst gestalten. Für deutschsprachige Prompts ermittelte blinq, dass 66,2 Prozent der Zitationen von Websites, Blogs und Landingpages der Unternehmen stammten (Quelle: blinq 2026, rund 250.000 KI-Antworten, erstes Halbjahr 2026, Anbieterstudie). Yext kam bei lokalen Anfragen auf 44 Prozent eigene Websites und 42 Prozent Einträge in Verzeichnissen unter den zitierten Quellen (Quelle: Yext 2025, Anbieterstudie, Juli und August 2025). Die Rechtsbranche war in keiner der beiden Studien enthalten. Beide sprechen aber dafür, dass Website und Verzeichnisse auch für Kanzleien zu den stärksten Hebeln gehören.

Warum hilft Werbung in ChatGPT Kanzleien nicht weiter?
Weil Rechtsdienstleistungen außerhalb der USA grundsätzlich keine Anzeigen in ChatGPT schalten dürfen. Das regeln die Werberegeln von OpenAI vom 10. September 2026 (Quelle: OpenAI-Werberichtlinien). Der Ausschluss betrifft die anwaltliche Dienstleistung selbst.
Dazu kommt die Reichweite. Anzeigen erscheinen nur in den Tarifen Free und Go. Wer ChatGPT in einem Bezahltarif oder über den Arbeitgeber nutzt, sieht keine Werbung (Quelle: OpenAI-Hilfe). Die Nennung in der Antwort erreicht dagegen alle Nutzer. Für Kanzleien ist sie der einzige Weg, in ChatGPT empfohlen zu werden.
Was erlaubt das neue Berufsrecht für Kanzleiinhalte?
Das Berufsrecht erlaubt sachliche Information und seit dem 1. Dezember 2025 auch Werbung um ein einzelnes Mandat, solange sie nicht unsachlich, unlauter oder irreführend ist. So steht es in § 6 Abs. 1 der Berufsordnung für Rechtsanwälte (BORA) in der neuen Fassung.
Der Wortlaut von § 43b BRAO ist dagegen unverändert. Er erlaubt Werbung nur, soweit sie „nicht auf die Erteilung eines Auftrags im Einzelfall gerichtet ist“ (Quelle: § 43b BRAO). Die BRAK weist darauf hin, dass der Bundesgerichtshof dieses Verbot inzwischen stark relativiert hat. Die wesentlichen Grenzen kommen heute aus dem UWG (Quelle: BRAK, September 2025).
Thema | Erlaubt | Nicht erlaubt | Worauf achten |
|---|---|---|---|
Ratgeber und FAQ | Sachliche Erklärungen zu Rechtsfragen und Abläufen | Unsachliche, unlautere oder irreführende Aussagen (§ 6 Abs. 1 BORA) | Stand, Autor und Rechtsgrundlage nennen |
Werbung um ein Mandat | Gezielte Ansprache für einen Fall, in den Grenzen von § 6 Abs. 1 BORA | Ansprache, die diese Grenzen überschreitet | § 43b BRAO und das UWG im Blick behalten |
Rechtsgebiete | Teilbereiche nennen, wenn Sie die Kenntnisse nachweisen können (§ 7 Abs. 1 BORA) | Angaben, die man mit einer Fachanwaltschaft verwechseln kann (§ 7 Abs. 2 BORA) | Zusätze wie „Spezialist“ nur mit vertieften Kenntnissen und Tätigkeit in erheblichem Umfang |
Fachanwaltstitel | Führen nach Verleihung, für höchstens drei Rechtsgebiete (§ 43c BRAO) | Titel ohne Verleihung | Klar zeigen, welche Person welchen Titel führt |
Referenzen und Fälle | Mandate und Mandanten nennen, wenn eine ausdrückliche Einwilligung vorliegt (§ 6 Abs. 2 BORA) | Nennung ohne diese Einwilligung, auch nach Ende der Verschwiegenheit | Einwilligung dokumentieren |
Werbung durch Dritte | Profile und Inhalte über Portale und Agenturen | Mitwirken an Werbung Dritter, die Ihnen selbst verboten wäre (§ 6 Abs. 3 BORA) | Texte von Dienstleistern vorab freigeben |
§ 6 Abs. 3 BORA betrifft auch uns als Agentur. Wir bei RankPrompt legen Ihnen alle Texte, Profile und Antworten auf Bewertungen vor, bevor sie online gehen.
Dies ist keine Rechtsberatung. Verbindlich sind BRAO und BORA in der aktuellen Fassung. Im Zweifel hilft Ihre Rechtsanwaltskammer.

Welche Hebel bringen Ihre Kanzlei in KI-Antworten?
Am stärksten wirken klar belegte Rechtsgebiete, gleiche Daten in allen Verzeichnissen, verständliche Antworten und sichtbare Anwaltsprofile. Im Einzelnen:
Eine Seite pro Rechtsgebiet. Wer Arbeitsrecht, Familienrecht und Erbrecht anbietet, braucht für jedes Gebiet eine eigene Seite. Darauf gehören Leistungen, Ansprechpartner und typische Fragen. Eine KI empfiehlt Kanzleien für konkrete Anliegen, nicht für Rechtsberatung aller Art.
Verzeichnisse vollständig und gleich. Das Verzeichnis der BRAK, Anwaltauskunft, anwalt.de und Ihr Google-Profil sollten dieselben Namen, Adressen und Rechtsgebiete zeigen. Wie das lokal wirkt, erklärt unser Beitrag zur lokalen KI-Sichtbarkeit.
Rechtslage verständlich erklären. Gute Beiträge beantworten die Frage im ersten Satz, nennen die Rechtsgrundlage und erklären dann die nächsten Schritte. Ein Datum und eine verantwortliche Person gehören dazu.
Anwaltsprofile mit Substanz. Werdegang, Fachanwaltstitel, Fachartikel, Vorträge und Mitgliedschaften. Bei heiklen Themen zählt für Google, was Fachleute über eine Website sagen. Empfehlungen von Berufsverbänden gelten dort als starkes Signal (Quelle: Google Search Quality Rater Guidelines, Fassung September 2025).
Bewertungen mit Bedacht. Bitten Sie Mandanten nach Abschluss um eine Bewertung. Antworten Sie sachlich und ohne Details aus dem Mandat. Zeigen Sie Bewertungen auf der eigenen Website, gehört dazu die Angabe, ob und wie Sie ihre Echtheit prüfen (§ 5b Abs. 3 UWG). Mehr dazu im Beitrag GEO für Bewertungsportale.
Technik prüfen. Strukturierte Daten für Kanzlei, Personen und FAQ, kurze Ladezeiten und eine robots.txt, die Suchbots von ChatGPT, Perplexity und Google nicht aussperrt.
Welche Fehler sollten Kanzleien vermeiden?
Typische Fehler sind fehlende Schwerpunkte, abweichende Profile und Ratgeber ohne Datum. Dazu kommen Fallen aus dem Berufsrecht:
„Spezialist für …“ ohne die nötige Erfahrung, oder Formulierungen, die nach Fachanwalt klingen.
Fallbeispiele mit erkennbaren Mandanten ohne ausdrückliche Einwilligung.
Alte Ratgeber. Texte zu längst geänderter Rechtslage, ohne Datum und ohne Autor.
Allgemeine Startseite. Der Satz „Wir beraten Sie in allen Rechtsfragen“ gibt einer KI keinen Grund, Sie für ein bestimmtes Problem zu nennen.
Umzug nur halb erledigt. Die neue Adresse steht auf der Website, aber nicht in den Verzeichnissen.

Wie gehen wir bei RankPrompt für Kanzleien vor?
Wir bei RankPrompt übernehmen GEO für Kanzleien als Leistung, vom Audit bis zum Monitoring. Sie bringen Fachwissen und Freigaben ein, wir Analyse und Umsetzung.
GEO-Audit mit Prompt-Set: Wir stellen ChatGPT, Perplexity, Gemini und Google AI Overviews die Fragen, die Ihre Wunschmandanten stellen würden. Das Set richtet sich nach Ihren Rechtsgebieten und Ihrer Region.
Quellenanalyse: Wir prüfen, welche Gesetzesseiten, Portale, Verzeichnisse und Kanzleien die KI-Systeme dabei nennen. Und wo Ihre Kanzlei fehlt.
Umsetzung: Wir überarbeiten Seiten zu Rechtsgebieten und Ratgeber, gleichen Profile ab und setzen die Technik um. Jeder Text geht vorab zur berufsrechtlichen Prüfung an Sie.
Monitoring: Monatlich messen wir dasselbe Prompt-Set neu und zeigen Ihnen, was sich verändert hat.
Mehr über unsere Arbeit lesen Sie auf der Seite zur GEO-Agentur. Für Steuerkanzleien gibt es eine eigene Seite zu GEO für Steuerberater, weitere Branchen finden Sie unter GEO nach Branchen.
FAQ: GEO für Rechtsanwälte
Was bedeutet GEO für Rechtsanwälte? GEO steht für Generative Engine Optimization. Für Kanzleien heißt das: Website, Profile und Ruf so aufstellen, dass ChatGPT, Perplexity, Gemini und Google AI Overviews die Kanzlei bei passenden Rechtsfragen nennen und als Quelle zitieren.
Ist die Optimierung für KI-Systeme mit dem Berufsrecht vereinbar? Ja. Sachliche Information ist ausdrücklich erlaubt, und seit der Reform von § 6 BORA ist auch Werbung um ein einzelnes Mandat in den Grenzen von Sachlichkeit und Lauterkeit zulässig. Irreführende Angaben bleiben verboten.
Was hat sich mit der neuen Fassung von § 6 BORA geändert? Seit dem 1. Dezember 2025 ist § 6 BORA als Verbotsnorm gefasst. Verboten ist unsachliche, unlautere und irreführende Werbung. In diesen Grenzen ist auch Werbung um ein einzelnes Mandat erlaubt. In der Werbung dürfen Sie Mandanten nur mit deren ausdrücklicher Einwilligung nennen.
Können Kanzleien in ChatGPT Anzeigen schalten? Nein, nicht in Europa. Die Werberegeln von OpenAI schließen Rechtsdienstleistungen außerhalb der USA grundsätzlich aus. Sichtbar wird eine Kanzlei in ChatGPT nur über die Antworten selbst.
Welches Anwaltsportal ist für KI-Antworten am wichtigsten? Dafür gibt es keine belastbaren Daten. Wir empfehlen, das Verzeichnis der BRAK, Anwaltauskunft, anwalt.de und das Google-Profil vollständig und einheitlich zu pflegen. Welche Quellen für Ihre Rechtsgebiete zählen, zeigt das Audit.
GEO für Rechtsanwälte heißt: Rechtslage verständlich erklären, Fachwissen belegen und an allen wichtigen Stellen stimmige Angaben machen. Sie möchten wissen, wie Ihre Kanzlei heute in ChatGPT, Perplexity und Google AI Overviews dasteht? Dann sprechen Sie mit uns.

