
Titelbild: KI-generiert
Das Wichtigste in Kürze |
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✓ Ein Wechsel hilft nur, wenn die Ursache beim Anbieter liegt. Liegen Freigaben, IT-Umsetzung oder wechselnde Prioritäten im eigenen Haus, wandern die Probleme mit zum Nachfolger. |
✓ Sichern Sie Zugänge, Datenexporte, Inhalte, Bildlizenzen und die Liste aller Weiterleitungen, solange der Vertrag läuft. Inhaber der Search Console sollte immer Ihr Unternehmen sein. |
✓ Planen Sie eine Überschneidung statt einer Lücke: Nachfolger während der Kündigungsfrist auswählen, gemeinsamen Übergabetermin vereinbaren, in der Restlaufzeit nichts an der Struktur ändern. |
✓ Nach dem Wechsel kommt zuerst eine Bestandsaufnahme mit Ausgangsmessung. Bewerten Sie den Übergang nicht nach zwei Wochen, denn Änderungen wirken laut Google teils erst nach Monaten. |
Angenommen, der Monatsbericht zeigt zum dritten Mal dieselben Balken, der Ansprechpartner ist schon wieder neu, und auf die Frage nach Anfragen über Google folgt eine Folie zum Sichtbarkeitsindex. Wer in dieser Lage seine SEO Agentur wechseln möchte, hat gute Gründe, aber vielleicht noch keinen Plan für den Übergang.
Ein Wechsel kostet weniger durch die Kündigungsfrist als durch das, was beim Übergang verloren gehen kann: Zugänge, Datenhistorie, Weiterleitungen und das Wissen, warum etwas so gebaut wurde. Wir zeigen, wann ein Wechsel hilft, was Sie vorher sichern sollten, wie die Übergabe gelingt und was in den ersten Monaten danach passieren sollte.
Wann ist ein Wechsel der richtige Schritt?
Wenn die Ursache beim Anbieter liegt und nicht im eigenen Haus. Drei Probleme wandern mit zum nächsten Dienstleister: Freigaben, die wochenlang liegen bleiben, eine IT, die Empfehlungen nicht umsetzt, und Prioritäten, die sich jedes Quartal ändern. Die Tabelle hilft bei der Einordnung:
Beobachtung | Naheliegende Ursache | Was vor einer Kündigung hilft |
|---|---|---|
Viele Texte geliefert, wenig veröffentlicht | Freigabeprozess bei Ihnen | Freigaben intern klären |
Empfehlungen dokumentiert, nie umgesetzt | technische Umsetzung bei Ihnen oder Ihrer Webagentur | Zuständigkeit und Kapazität klären |
Alles umgesetzt, über viele Monate keine Bewegung bei Suchanfragen ohne Markennamen | Strategie oder Ausführung der Agentur | Gespräch mit klarer Frist, dann Entscheidung |
Keine Begründungen, kein Einblick in Konten | Arbeitsweise der Agentur | Zugänge sichern, Wechsel vorbereiten |
Gekaufte Links oder massenhaft erzeugte Seiten | Methoden der Agentur | Wechsel und Prüfung der Altlasten |
Geduld ist kein Argument für jede Dauer. Laut Google zeigt sich die Wirkung von Änderungen teils binnen Tagen, teils erst nach Monaten (Quelle: Google Search Central, 2025). Ein Wer nach wenigen Monaten wechselt, bricht womöglich genau dann ab, wenn die Grundlagen fertig sind. Fehlt aber nach einem Jahr jede nachvollziehbare Begründung, warum sich nichts bewegt, ist weiteres Warten keine Strategie mehr.
Ein schlechter Zeitpunkt ist ein laufender Relaunch. Ob Weiterleitungen sauber gesetzt sind und Inhalte erhalten bleiben, entscheidet sich in den Wochen rund um das Umschalten. Wer dann die Zuständigkeit tauscht, riskiert genau die Verluste, die er vermeiden will.
Und wenn Sie unsicher sind, ob die Arbeit fachlich trägt? Dann ist eine unabhängige Zweitmeinung der kleinere Schritt als ein Wechsel auf Verdacht. Google rät nach Verlusten selbst, Menschen um eine ehrliche Einschätzung zu bitten, die nicht an der Website beteiligt sind (Quelle: Google Search Central, 2026).
Sind Sie unsicher, ob die bisherige Arbeit trägt, hilft eine unabhängige Zweitmeinung, wie wir sie unter SEO-Beratung beschreiben.
Was müssen Sie vor dem Wechsel sichern?
Zugänge, Daten, Inhalte und die Dokumentation technischer Änderungen, solange der Vertrag noch läuft. In dieser Phase ist jede dieser Bitten ein normaler Vorgang. Nach der Kündigung wird sie leicht zur Verhandlungssache.
Was | Warum es zählt | Gesichert ist es, wenn |
|---|---|---|
Google Search Console | Wer Inhaber ist, verwaltet alle anderen Zugänge | Ihr Unternehmen als Inhaber eingetragen ist |
Google Analytics und Tag Manager | Ohne eigenes Konto beginnt die Messung beim Nachfolger bei null | Konto und Property auf Ihr Unternehmen laufen |
Google-Unternehmensprofil | Über den Eintrag bestimmt, wer als Inhaber eingetragen ist | Ihr Unternehmen Inhaber ist, die Agentur höchstens Verwalter |
Domain, Hosting, CMS | Ohne Zugang lassen sich Weiterleitungen und Fehler nicht beheben | Sie eigene Administratorzugänge haben |
Berichte und Rohdaten | Vergleichswerte für jede spätere Bewertung | Exporte in einem offenen Format bei Ihnen liegen |
Texte, Bilder, Entwürfe | Unveröffentlichtes und Bildlizenzen gehen sonst verloren | Dateien und Lizenznachweise übergeben sind |
Weiterleitungen und technische Änderungen | Der Nachfolger muss wissen, was wann und warum geändert wurde | eine datierte Liste vorliegt |
Linkaufbau | Gekaufte Links sind ein Risiko, das bei Ihnen bleibt | Herkunft und Weg der Links bekannt sind |
Bei der Search Console ist die Rangfolge eindeutig: Die Verwaltung aller weiteren Zugänge liegt beim Inhaber (Quelle: Search-Console-Hilfe, 2026). Steht dort die Agentur, lassen Sie die Rolle vor der Kündigung auf Ihr Unternehmen übertragen. Nach der Kündigung ist das eine Bitte, keine Formalie mehr. Bei uns ist das von Anfang an anders geregelt: Search Console und Analytics bleiben auf Ihr Unternehmen eingetragen, und am Vertragsende gehen Daten und Inhalte an Sie.
Fragen Sie auch nach den Begründungen. Warum wurde eine Seite gelöscht, ein Bereich zusammengelegt, ein Thema bewusst nicht bearbeitet? Solche Entscheidungen stehen selten vollständig in Dokumenten. Ein Gespräch vor dem letzten Arbeitstag holt sie zurück, und eine Frage kann dabei besonders ergiebig sein: Was hätte die Agentur als Nächstes getan?
Damit diese Liste beim nächsten Mal kürzer ausfällt, gehören Eigentum an Konten und Inhalten in den Vertrag. Was dort stehen sollte, beschreiben wir im Beitrag zum SEO-Vertrag.

Warum sind Weiterleitungen beim Wechsel ein eigenes Risiko?
Weil sie dort liegen können, wo nur die bisherige Agentur hinsieht, und ihr Verlust alte Adressen ins Leere laufen lässt. Je nach System stecken Weiterleitungen in einem Plugin, in der Serverkonfiguration oder in einem Werkzeug des Dienstleisters. Wird das Plugin entfernt oder das Werkzeug gekündigt, verschwinden sie, ohne dass es jemand merkt.
Das wiegt schwer, weil Weiterleitungen lange gebraucht werden. Google empfiehlt, sie nach einem Umzug möglichst lange beizubehalten, in der Regel mindestens ein Jahr, damit die Signale vollständig auf die neuen Adressen übergehen (Quelle: Google Search Central, 2026). Wer vor zwei Jahren einen Relaunch hatte, trägt diese Weiterleitungen heute noch, und mit ihnen die Verweise anderer Websites auf alte Adressen.
Ein zweites Risiko entsteht, wenn ein Nachfolger aufräumt, bevor er den Bestand kennt. Viele alte Adressen pauschal auf die Startseite umzuleiten, kann Google als Soft-404-Fehler werten (Quelle: Google Search Central, 2026). Die Liste aller aktiven Weiterleitungen gehört deshalb zur Übergabe wie die Zugänge. Wie Weiterleitungen beim Umbau einer Website geplant werden, steht im Beitrag zum SEO Relaunch.
Meldet die Search Console danach Umleitungsfehler, hilft unser Beitrag Umleitungsfehler in der Search Console bei der Einordnung.
Wie gelingt die Übergabe?
Mit Überschneidung statt Lücke. Die Reihenfolge entscheidet darüber, wie viel Wissen und Zeit beim Übergang verloren gehen:
Klärendes Gespräch. Benennen Sie, was fehlt, und setzen Sie eine Frist. Manchmal reicht das. Wenn nicht, haben Sie eine klare Begründung.
Sichern. Zugänge, Exporte und Dokumentation aus der Tabelle oben, solange die Zusammenarbeit normal läuft.
Nachfolger auswählen. Sagen Sie im Erstgespräch offen, dass es um eine Übernahme geht. Wie ein Anbieter darauf reagiert, verrät viel über seine Arbeitsweise.
Kündigen. Kurz und sachlich, mit Datum und einer Liste der offenen Übergabepunkte.
Übergabetermin. Bisherige Agentur, Nachfolger und Ihre Ansprechperson an einem Tisch. Unangenehm, aber der schnellste Weg, Wissen zu übertragen.
Zum Rechtlichen nur so viel: Fristen, automatische Verlängerung und eine mögliche fristlose Kündigung richten sich nach Ihrem Vertrag und dem Gesetz. Wer wegen einer Pflichtverletzung fristlos kündigen will, muss in der Regel vorher erfolglos abmahnen oder eine Frist zur Abhilfe setzen (§ 314 Abs. 2 BGB). Dies ist keine Rechtsberatung. Was Gerichte bisher zu SEO-Verträgen entschieden haben, fassen wir im Beitrag zum SEO-Vertrag zusammen.
In der Restlaufzeit gilt: keine strukturellen Eingriffe. Keine neue URL-Struktur, keine Löschaktionen, keine Zusammenlegung von Bereichen. Fallen die Zahlen zwei Wochen nach dem Wechsel, soll klar sein, woran es lag, statt dass zwei Dienstleister aufeinander zeigen. Nutzen Sie die verbleibenden Wochen für Dokumentation und das Fertigstellen laufender Arbeiten.

Was sollte in den ersten Monaten danach passieren?
Zuerst eine Bestandsaufnahme mit Ausgangsmessung, dann risikoarme Korrekturen, strukturelle Eingriffe erst mit vollständigem Bild. Bei einer Übernahme heißt das erste Ziel, nichts kaputtzumachen.
Phase | Was passieren sollte | Woran Sie es erkennen |
|---|---|---|
Bestandsaufnahme | Zugänge prüfen, Ausgangswerte festhalten, bisherige Arbeit sichten | ein dokumentierter Ausgangszustand, noch keine großen Änderungen |
Planung | Prioritäten nach erhalten, verbessern, ersetzen | jede Maßnahme hat eine Begründung und einen Termin |
Laufende Arbeit | Inhalte und technische Korrekturen, Umbauten nur schrittweise | ein Bericht, der mit dem Ausgangswert vergleicht |
Bei uns beginnt jede Betreuung mit unserem eigenen SEO-Audit. Unterlagen der bisherigen Agentur, auch ein früheres Audit, nehmen wir als Material. Die Diagnose stellen wir trotzdem selbst, denn auf ihr baut alles Weitere auf. Dafür genügt Lesezugriff, wie Google es für eine erste Prüfung empfiehlt (Quelle: Google Search Central, 2026). Danach folgen jeden Monat ein Bericht und ein Gespräch, wie auf der Seite zur SEO-Betreuung beschrieben.
Bewerten Sie den Übergang nicht nach zwei Wochen. Ob eine Arbeit in den Suchergebnissen gewirkt hat, lässt sich laut Google meist erst nach einigen Wochen beurteilen (Quelle: Google Search Central, 2025). Dazu kommen mehrere große Core Updates pro Jahr (Quelle: Google Search Central, 2025). Fällt eines in die Übergangszeit, ist ein Rückgang weder automatisch der alten noch der neuen Agentur anzulasten. Der festgehaltene Ausgangswert hilft, das auseinanderzuhalten.
Nehmen Sie die KI-Sichtbarkeit in die Ausgangsmessung auf. Für alle Websites weist die Search Console seit dem 31. August 2026 in einem eigenen Bericht aus, wie oft Ihre Seiten in KI-Übersichten und im KI-Modus erscheinen (Quelle: Google Search-Console-Hilfe, 2026). Voraussetzung für einen Platz als Quelle dort ist laut Google eine indexierte Seite, die mit Snippet erscheinen darf (Quelle: Google Search Central, 2025). Gehen beim Wechsel Seiten oder Weiterleitungen verloren, trifft das also beide Ausspielwege. Typische Gründe, warum eine Marke in KI-Antworten fehlt, erklärt unser Beitrag Warum tauche ich nicht in ChatGPT auf?.
Welche Risiken bringt ein Wechsel, und wann bleiben Sie besser?
Die größten Risiken sind verlorene Daten, verlorene Weiterleitungen, verlorenes Wissen und eine Zeit, in der niemand zuständig ist. Alle vier lassen sich vor der Kündigung klein halten, danach kaum noch.
Datenverlust. Läuft ein Konto auf die Agentur, geht mit ihm die Historie. Ohne Vergleichszeitraum kann später niemand sagen, ob ein Rückgang saisonal ist oder echt.
Link-Altlasten. Ge- oder verkaufte Links zur Rankingverbesserung verstoßen gegen Googles Spamrichtlinien, und Google kann betroffene Websites niedriger einstufen oder gar nicht mehr anzeigen (Quelle: Google-Spamrichtlinien, 2026). Verantwortlich für die Methoden eines beauftragten SEO ist laut Google am Ende das Unternehmen (Quelle: Google Search Central, 2026).
Lücke ohne Betreuung. Wer erst nach dem Vertragsende sucht, verliert Monate. Die Auswahl gehört in die Kündigungsfrist.
Neustart statt Übernahme. Ein Nachfolger, der alles neu aufsetzen will, bevor er den Bestand kennt, gefährdet, was funktioniert. Fragen Sie, was er von der bisherigen Arbeit behalten würde und warum.
Wechsel aus dem falschen Grund. Ein günstigerer Monatspreis spart weniger, als er verspricht, wenn die Anlaufzeit des Nachfolgers dagegensteht.
Manchmal ist Bleiben die bessere Wahl. Liegt die Ursache intern, trägt die Arbeit fachlich und hakt nur die Kommunikation, oder steht ein Relaunch bevor, bringt ein neu verhandelter Leistungsumfang aus unserer Sicht oft mehr als ein neuer Anbieter. Das sagen wir auch, wenn Sie mit der Frage nach einem Wechsel zu uns kommen.

FAQ: SEO Agentur wechseln
Verliere ich beim Agenturwechsel meine Rankings? Nicht durch den Wechsel selbst. Verluste entstehen, wenn Weiterleitungen, Seiten oder Zugänge beim Übergang verloren gehen oder ein Nachfolger zu früh umbaut. Wer sauber übergibt und in der Übergangszeit nichts an der Struktur ändert, schützt seine Sichtbarkeit am besten.
Soll ich erst kündigen oder erst einen Nachfolger suchen? Sichern Sie zuerst Zugänge und Daten, dann kündigen Sie und wählen den Nachfolger während der Kündigungsfrist aus. So entsteht keine Lücke, und Sie verhandeln nicht aus der schwächeren Position.
Was tun, wenn die Agentur Zugänge nicht herausgibt? Klären Sie zuerst, auf wen die Konten laufen. Ist Ihr Unternehmen Inhaber, sind Sie nicht auf die Agentur angewiesen. Läuft ein Konto auf die Agentur, hängt viel davon ab, was im Vertrag steht. Dies ist keine Rechtsberatung, in festgefahrenen Fällen hilft eine anwaltliche Prüfung.
Wie lange sollte ich einer neuen Agentur Zeit geben? Einen festen Zeitraum nennt Google nicht, Änderungen wirken teils nach Tagen, teils nach Monaten. Vereinbaren Sie vorab, woran Sie Fortschritt messen, und prüfen Sie nach einigen Monaten gemeinsam, ob Lieferung und Frühindikatoren stimmen.
Kann ich mitten in der Vertragslaufzeit wechseln? Das hängt von Laufzeit, Kündigungsfrist und Verlängerungsklausel ab, bei einer fristlosen Kündigung zusätzlich von einem wichtigen Grund. Aus unserer Sicht ist es oft sinnvoller, die Restlaufzeit für Sicherung und Auswahl zu nutzen. Details zu Laufzeiten und Kündigung stehen im Beitrag zum SEO-Vertrag.
Braucht die neue Agentur ein eigenes Audit? Bei uns ja, jede Betreuung beginnt mit unserem eigenen Audit. Unterlagen der bisherigen Agentur nutzen wir als Material, die Diagnose ersetzen sie nicht. Lesezugriff auf Ihre Konten genügt dafür.
Wer seine SEO Agentur wechseln will, gewinnt am meisten, wenn er den Wechsel als Übergabe plant und nicht als Bruch: erst sichern, dann kündigen, dann mit Überschneidung übergeben. Wenn Sie vorher einschätzen lassen möchten, ob ein Wechsel der richtige Hebel ist, sprechen Sie mit uns.

