Zurück zum Blog

SEO Experte finden: Agentur, Berater oder Freelancer?

SEO

Senior Consultant im Beratungsgespräch mit Executive (KI-generiert)

Titelbild: KI-generiert

Das Wichtigste in Kürze

✓ Google hat selbst aufgeschrieben, welche Fragen Sie einem SEO stellen sollten: nach Referenzen, Methoden, erwarteten Ergebnissen samt Zeitraum, Erfolgsmessung und Erfahrung in Ihrer Branche.

✓ Ranking-Garantien, eine angebliche besondere Beziehung zu Google und unaufgeforderte Werbe-E-Mails sind Warnsignale. Für E-Mail-Werbung ohne Einwilligung zieht in Deutschland zusätzlich das UWG enge Grenzen.

✓ Ihr Unternehmen trägt die Verantwortung für die Methoden seines Dienstleisters. Bleiben Sie deshalb Inhaber aller Konten und geben Sie für ein Audit zunächst nur Lesezugriff.

✓ Ob Agentur, Berater oder Freelancer passt, hängt am Umfang der Aufgabe. Das Logo „Google Partner“ bezieht sich auf Google Ads und sagt nichts über Kenntnisse in der Suchmaschinenoptimierung.

Im Postfach liegt die dritte unaufgeforderte Mail dieser Woche: Ihre Website habe schwere Fehler, man bringe Sie auf Seite eins. Wer daraufhin selbst bei Google „SEO Experte“ eingibt, bekommt eine lange Liste von Agenturen, Beratern und Freelancern, die fast wortgleich dasselbe versprechen. Woran Sie erkennen, wer davon wirklich etwas kann, steht in keinem dieser Angebote.

Die gute Nachricht: Google hat selbst aufgeschrieben, welche Fragen Sie einem SEO stellen sollten und welche Versprechen ein Warnsignal sind. Wir ordnen diese Liste ein, ergänzen die Rechtslage in Deutschland und zeigen, wann eine Agentur, ein Berater oder ein Freelancer passt. Stand: 4. Oktober 2026.

Agentur, Berater oder Freelancer: Wer passt zu welchem Bedarf?

Das hängt am Umfang der Aufgabe. Für abgegrenzte Aufgaben reicht oft eine Einzelperson, für laufende Arbeit an Technik, Inhalten und Erwähnungen braucht es meist mehrere Köpfe.

Typ

Passt, wenn

Achten Sie auf

Freelancer

der Bedarf klar abgegrenzt ist, etwa eine technische Überarbeitung oder ein Relaunch

Vertretung bei Urlaub oder Krankheit, freie Kapazität

Berater

ein internes Team umsetzt und Richtung, Prioritäten und Prüfung braucht

ob die Empfehlungen konkret, priorisiert und umsetzbar sind

Agentur

Technik, Inhalte und Erwähnungen parallel laufen sollen

wer konkret an Ihrem Projekt arbeitet und wie viele Projekte diese Person betreut

Belastbare Studien, ob Agenturen oder Freelancer bessere Ergebnisse erzielen, haben wir nicht gefunden. Die Wahl ist eine Frage der Passung, nicht der Größe. Die Abwägung im Detail lesen Sie in unserem Beitrag SEO Freelancer oder Agentur, Preise und Abrechnungsmodelle unter SEO-Agentur-Kosten.

Ein Logo ersetzt keine Prüfung. Das Siegel „Google Partner“ wird für Leistung, Werbeausgaben und Zertifizierungen im Anzeigengeschäft vergeben, es bezieht sich also auf Google Ads (Quelle: Google Ads-Hilfe, 2026). Über Kenntnisse in der organischen Suche sagt es nichts aus.

Ähnlich verhält es sich mit Werkzeugen. Google bewertet oder unterstützt keine SEO-Tools von Drittanbietern, und diese Tools haben keinen Zugriff auf Googles interne Rankingdaten. Vorsicht ist laut Google geboten, wenn ein Tool angeblich von der Google Suche „genehmigt“ wurde (Quelle: Google Search Central, 2026).

Welche Fragen empfiehlt Google für das Erstgespräch?

Google empfiehlt Fragen nach Referenzen, Methoden, erwarteten Ergebnissen samt Zeitraum, Erfolgsmessung, Branchenerfahrung und Offenlegung aller Änderungen. In Sie-Form übertragen lautet die Liste so:

  1. Haben Sie Referenzen, die Sie mir zeigen können?

  2. Halten Sie sich an die Grundlagen der Google Suche?

  3. Welche Ergebnisse erwarten Sie, und in welchem Zeitraum?

  4. Wie messen Sie Ihren Erfolg?

  5. Welche Erfahrung haben Sie in meiner Branche und in meiner Region?

  6. Informieren Sie mich über alle Änderungen an meiner Website und begründen Sie Ihre Empfehlungen?

Die Fragen stammen aus Googles eigener Seite zur Auswahl eines SEO (Quelle: Google Search Central, 2026). Sie wirken schlicht, trennen aber schnell.

Achten Sie besonders auf die Antwort zum Zeitraum. Wer einen festen Termin für Platz eins nennt, hat die Frage nicht ernst genommen. Google schreibt dazu ausdrücklich: „Niemand kann Ihnen eine Platzierung bei Google an erster Stelle garantieren.“ Eine gute Antwort nennt Spannen und erklärt, wovon sie abhängen.

Ein guter SEO stellt auch Ihnen Fragen. Google nennt Beispiele: Was macht Ihr Unternehmen einzigartig? Wer sind Ihre Wettbewerber? Wie finden Kunden heute zu Ihnen? Außerdem rät Google, frühere Kunden zu fragen, ob der Anbieter einen nützlichen Service geleistet hat.

Referenzen sagen mehr, wenn Sie nachhaken. Bitten Sie um ein anonymisiertes Reporting aus einem laufenden Projekt. Ein guter Bericht zeigt, was gemacht wurde, was sich dadurch verändert hat und was als Nächstes ansteht, und er erklärt auch einen schwachen Monat. Fragen Sie zusätzlich nach einem Projekt, das nicht funktioniert hat. Glatte Antworten lassen sich vorbereiten, ehrliche Geschichten über Rückschläge kaum.

Aufschlussreich ist auch die Frage, was im ersten Monat passiert. Eine gute Antwort beschreibt eine Reihenfolge: Bestandsaufnahme von Technik, Inhalten und Wettbewerb, eine Ausgangsmessung, danach ein priorisierter Plan. Wer schon in der zweiten Woche Texte liefern will, hat vorher nicht analysiert.

Eine Frage ergänzen wir für 2026: Wie setzt der Anbieter KI in der Textproduktion ein, und wer prüft die Texte fachlich, bevor sie zu Ihnen kommen? Ein ehrliches „Wir nutzen KI, ein Mensch mit Branchenkenntnis prüft“ ist eine bessere Antwort als ein pauschales Nein.


Wie sichtbar ist deine Marke in ChatGPT wirklich? In unserem GEO-Audit prüfen wir das systematisch.

Welche Warnsignale nennt Google?

Ranking-Garantien, eine angebliche „besondere Beziehung zu Google“, eine „Einreichung mit Priorität“ und Geheimniskrämerei über Ziele und Methoden. Dazu kommen Punkte aus Googles Spamrichtlinien und aus dem deutschen Recht.

Warnsignal

Was Google oder das Gesetz dazu sagt

Garantierte Platzierungen

Laut Google kann niemand Platz eins garantieren

„Besondere Beziehung zu Google“ oder „Einreichung mit Priorität“

Google rät ausdrücklich zur Vorsicht bei solchen Behauptungen

Unklare Ziele, zurückgehaltene Informationen

Google rät zur Vorsicht, wenn ein Anbieter Sie im Unklaren lässt

Gekaufte Links, massenhaft per KI erzeugte Seiten ohne Mehrwert

Verstoß gegen die Spamrichtlinien, Folge kann ein schlechteres Ranking oder der Ausschluss sein

Pflicht, auf den Anbieter zu verlinken

Google rät, sich darauf nicht verpflichten zu lassen

Unaufgeforderte Werbe-E-Mails

Google rät zur Vorsicht, das UWG setzt in Deutschland enge Grenzen

Quellen der Tabelle: Google Search Central, 2026 und Google-Spamrichtlinien, 2026.

Unaufgeforderte Angebote verdienen doppelte Vorsicht. Google rät zur Vorsicht bei SEOs, die unaufgefordert E-Mails senden. In Deutschland ist Werbung per E-Mail ohne vorherige ausdrückliche Einwilligung des Empfängers nach § 7 Abs. 2 Nr. 2 UWG stets eine unzumutbare Belästigung. Eine enge Ausnahme gilt für bestehende Kundenbeziehungen (§ 7 Abs. 3 UWG). Wer so akquiriert, ignoriert also Googles Rat und in der Regel auch diese Vorschrift. Dies ist keine Rechtsberatung.

Sie tragen die Verantwortung für die Methoden Ihres Dienstleisters. Erstellt ein SEO in Ihrem Namen täuschende oder irreführende Inhalte, kann Google die Website komplett aus dem Index entfernen. Verantwortlich ist am Ende das Unternehmen, das den Auftrag vergeben hat (Quelle: Google Search Central, 2026).

Wie behalten Sie die Kontrolle über Konten und Daten?

Indem Ihr Unternehmen Inhaber aller Konten bleibt und Dienstleister nur als Nutzer mit passenden Rechten aufnimmt. Das klingt nach Verwaltung und ist die wichtigste Absicherung, die Sie haben.

Die Search Console kennt Inhaber, uneingeschränkte und eingeschränkte Nutzer. Nur Inhaber können andere Nutzer hinzufügen oder entfernen (Quelle: Search-Console-Hilfe, 2026). Daraus folgt unsere Empfehlung, keine wörtliche Google-Regel: Inhaber bleibt immer Ihr Unternehmen, nie der Dienstleister.

Für ein Audit reicht Lesezugriff. Google empfiehlt, einem SEO für die erste Prüfung nur Lesezugriff auf die Search Console zu geben, noch keinen Schreibzugriff. Ein gutes SEO-Audit liefert laut Google realistische Verbesserungsvorschläge und eine Einschätzung des Arbeitsaufwands (Quelle: Google Search Central, 2026).

Vor Vertragsbeginn sollte schriftlich geklärt sein, was Ihnen gehört:

  • Search Console, Analytics und das Google-Unternehmensprofil, angelegt auf Ihr Unternehmen

  • alle Texte, Grafiken und Analysen, mit Nutzungsrechten

  • der Zugang zum Redaktionssystem Ihrer Website

  • die Daten aus Werkzeugen des Dienstleisters, die beim Abschied übergeben werden

Laufen Konten auf den Namen des Dienstleisters, ist das für uns ein Ausschlussgrund. Beim nächsten Wechsel fehlen sonst Daten und jede Vergleichsbasis.


Ist dein Unternehmen in ChatGPT sichtbar? Jetzt Gratis Audit anfragen.

Wie prüfen Sie Angebote für KI-Sichtbarkeit?

Nach demselben Maßstab wie SEO-Angebote. Google empfiehlt, Beratung zu KI-Funktionen, auch als „AEO“ oder „GEO“ angeboten, daran zu messen, ob sie den offiziellen Richtlinien der Google Suche entspricht.

Viele vorgeschlagene „Hacks“ seien nicht wirksam oder würden von der Funktionsweise der Google Suche nicht unterstützt, schreibt Google. Ein Beispiel: Dateien wie llms.txt ignoriert die Google Suche, sie haben dort weder positive noch negative Wirkung (Quelle: Google Search Central, 2026). Wer Ihnen eine solche Datei als Hebel für Google verkauft, widerspricht Googles eigener Dokumentation.

Für uns ist SEO die Basis von GEO. Wer bei Google nicht gefunden wird, wird auch von KI-Systemen selten zitiert. ChatGPT, Perplexity und Gemini ziehen zusätzlich Quellen wie Verzeichnisse, Bewertungen und Fachmedien heran. Worin sich die Arbeit unterscheidet, zeigt unser Vergleich GEO-Agentur vs. SEO-Agentur.

Wann sind wir die richtige Wahl, und wann nicht?

Wir passen zu Unternehmen, die laufende Arbeit an Technik, Inhalten und KI-Sichtbarkeit aus einer Hand wollen. RankPrompt ist eine kleine Agentur aus Hürth bei Köln für SEO und GEO im deutschsprachigen Raum.

Die falsche Wahl sind wir, wenn Sie nur eine einzelne technische Aufgabe vergeben möchten. Dafür ist ein spezialisierter Freelancer oft günstiger. Ebenso, wenn Sie kurzfristig Umsatz brauchen oder ein kleiner lokaler Betrieb das meiste selbst erledigen kann. Das sagen wir im Erstgespräch und nicht im dritten Monat.

Was wir zusagen: Im Erstgespräch sitzen die Menschen, die später an Ihrem Projekt arbeiten. Konten und Inhalte gehören Ihnen von Anfang an. Sie bekommen vor der Beauftragung einen Festpreis, ohne Nachberechnung. Was wir nicht zusagen, sind Positionen oder Besucherzahlen. Den Ablauf der laufenden Arbeit finden Sie unter SEO-Betreuung.


Wie sichtbar ist deine Marke in ChatGPT wirklich? In unserem GEO-Audit prüfen wir das systematisch.

FAQ: SEO Experte finden

Woran erkenne ich einen guten SEO-Experten? Daran, dass er mehr fragt als verspricht. Er will wissen, was Ihr Unternehmen ausmacht, wer Ihre Wettbewerber sind und wie Kunden heute zu Ihnen finden. Er nennt Spannen statt Garantien und erklärt jede Änderung an Ihrer Website.

Kann ein SEO-Experte Platz eins bei Google garantieren? Nein. Google schreibt selbst, dass niemand eine Platzierung an erster Stelle garantieren kann. Wer das trotzdem verspricht, meint meist unwichtige Begriffe oder hat Bedingungen im Kleingedruckten.

Reicht ein Freelancer, oder brauche ich eine Agentur? Für eine abgegrenzte Aufgabe wie eine technische Überarbeitung reicht oft ein Freelancer. Sollen Technik, Inhalte und Erwähnungen dauerhaft parallel laufen, wird es für eine Einzelperson eng. Die Abwägung beschreiben wir im Beitrag SEO Freelancer oder Agentur.

Sollte ich auf unaufgeforderte SEO-Angebote per E-Mail antworten? Google rät zur Vorsicht bei solchen Anbietern. In Deutschland ist E-Mail-Werbung ohne vorherige ausdrückliche Einwilligung nach dem UWG grundsätzlich unzulässig. Ein Anbieter, der so startet, nimmt es mit Regeln offenbar nicht genau.

Welche Zugänge sollte ein SEO-Experte bekommen? Für ein Audit genügt Lesezugriff auf die Search Console, das empfiehlt auch Google. Später kann der Dienstleister als Nutzer mit weiteren Rechten dazukommen. Inhaber Ihrer Konten bleibt immer Ihr Unternehmen.

Sagt das Logo „Google Partner“ etwas über SEO aus? Nein. Das Programm bewertet Leistung, Werbeausgaben und Zertifizierungen bei Google Ads. Für die organische Suche ist es kein Qualitätsnachweis.

Wer nach „SEO Experte“ sucht, sucht eigentlich jemanden, der Fragen stellt, Grenzen nennt und Ihnen alle Zugänge lässt. Wenn Sie ein Angebot gegen Googles Liste prüfen lassen oder Ihre Ausgangslage einschätzen möchten, sprechen Sie mit uns.

Teile den Blog Post

Teile den Blog Post

Newsletter abonnieren

Newsletter abonnieren

Neueste Artikel